Bericht aus Bergen

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Sören
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Bericht aus Bergen

Beitrag von Sören » 17.08.2014 19:28:24

Normalerweise kommen "Berichte" ja immer aus Berlin, bzw. früher aus Bonn. Hier ist es aber nicht weniger spannend, wenn es auch nicht um politische Dinge gehen wird. Vielmehr will ich den Thread hier mit Bildern aus meinem Auslandssemester fluten... ;)

Abschied ist das Gegenteil von Anschied, sagte einst Heinz Erhardt. Ein wenig veräppelt fühlte ich mich aber auch, als ich mit meiner Reisetasche (auf die ich meine dicke Winterjacke geklemmt hatte, die natürlich nicht mehr reinpasste und so als Handgepäck flog) und meinem Trolley (auf dem die Notebooktasche geklemmt war, die auch proppevoll gestopft war, denn Handgepäck wird ja nicht kontrolliert), in Bergen ankam. Nach knapp einem halben Jahr Vorbereitung, ging es nun am Dienstag endlich los. Dank meines günstigen SAS-Jugendtickets, buchte ich ohne mit der Wimper zu zucken noch ein zweites Gepäckstück hinzu. Soweit so gut. Nur war das ganze wahnsinnig unhandlich und mit offiziell 46 Kilo (+8kg Handgepäck) auch recht schwer. Merke: Weniger ist mehr. Mit SAS ging es über Stockholm-Arlanda zum Flughafen Bergen-Flesland.

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SAS - B736 - LN-%%% by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Bumpy Departure out of Stockholm-Arland onboard of a Blue1 Boeing 717. by Kingsley's Ministry, on Flickr

Es war übrigens gar nicht so leicht bei der 717 ins Cockpit zu kommen. Auch wenn ich beim Boarding sehr früh im Flugzeug war, wimmelte mich die FA am Eingang ab, am Ende fragte sie auch nur widerwillig im Cockpit nach. Ich muss aber auch sagen, dass diese Blue1-Einser nicht so der Knüller sind, weil sie wahnsinnig eng bestuhlt sind. Und das Cockpit ist auch wirklich eng - die Cockpittür verfügt wohl nicht umsonst über einen Falt-Mechanismus...

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Blue1 - B712 - OY-%%% by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Blue1 - B712 - OY-%%% (2) by Kingsley's Ministry, on Flickr

Kaum war ich im Stadtzentrum angekommen, hatte ich mich gleich verlaufen. Dabei versuchte ich nur verzweifelt, meine Taschen in einem der Gepäckfächer am Busbahnhof unterzubringen. Das natürlich, als ich mich endlich durchgefragt hatte, zum Schnapperpreis von 60 Kronen pro Fach. Macht bei zwei Fächern 120 Kronen, oder bummelig 14 Euro. Leider ist mein Gehirn aber in jenem Moment nicht darüber gestolpert... Immerhin konnte ich dann leichter bepackt meine Zimmerschlüssel in der Zentrale des Studentenwerks abholen.

In den folgenden Tagen habe ich dann schon einiges von Bergen zu sehen bekommen, etwa auch bei einer Stadtführung, die für uns organisiert wurde - viele interessante Infos und Sonnenbrand inklusive (ja, die Sonne scheint gerade noch mehr als man denkt). Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei, aber das Wetter war zu gut, um es nicht fest zu halten. Deswegen zog ich am frühen Abend noch mit meiner Kamera im Anschlag los. Ich laufe überhaupt erstaunlich viel hier. Dabei bleibt festzuhalten, dass Bergen zwar furchtbar teuer ist, zugleich aber auch w u n d e r s c h ö n !

Ein paar Eindrücke von meinem Weg in die Stadt/zur Uni:

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Welcome to the Neighbourhood! by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Fløyen by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Paragliders at Mt. Ulriken by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Ulriken at Bergen by Kingsley's Ministry, on Flickr

Diese Art "See" liegt direkt vor meinem Wohnheim. Der Berg im Hintergrund, Ulriken, erstreckt sich hinter meinem Alrek Studentboliger. Er ist der höchste Berg Bergens mit 643 Metern. Mein eigentliches Ziel war aber der Hafen.

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Bergen by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Bryggen at Bergen by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Bryggen at Bergen by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Bryggen at Bergen by Kingsley's Ministry, on Flickr

Das alte Hanseviertel in Bergen, Bryggen, ist übrigens absolut sehenswert und ein großer Touristenmagnet. Wohl ebenso wie der Fischmarkt am Hafen, wo eine Portion Fish and Chips gut und gerne für 16 Euro weggeht. Ganz in der Nähe habe ich übrigens Hubertus Meyer-Burckhard aus der NDR-Talkshow gesehen. Er muss mit der MS Deutschland gekommen sein. Es kommen hier überhaupt wahnsinnig viele Kreuzfahrtschiffe an. Die großen Pötte kann ich zum Teil von meinem Zimmer am Schornstein erkennen - etwa ob Cunard Line, Costa oder sonstwas.

Am Sonntag machte ich mich nach Fantoft auf, um mir mal das dortige Wohnheim anzusehen. Dann sind wir zur Stabkirche, nach Gamlehaugen und auf einen Berg. Meine erste Wanderung mit meinen großartigen Stiefeln! Die habe ich aber auch dringend gebraucht, denn die Wanderwege waren sehr natürlich belassen. Weil wir da spontan hoch sind, haben wir uns natürlich auch gleich verlaufen und sind auf einem weitaus niedrigeren Gipfel gelandet. Anstrengend war es dennoch, zumal der Rückweg durchaus tricky war. Da ist so ein Bewegungslegastheniker wie ich schwer beschäftigt, nicht aufs Antlitz zu fallen… Besonders gut gefielen mir die vielen Bachläufe und kleinen Wasserfälle, von denen die Wälder hier durchzogen sind.

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Bergen by Kingsley's Ministry, on Flickr

Als diese Woche mal wieder die Sonne schien, sind wir gleich auf den nächsten Berg hinauf gegangen. Der Floyen ist der Touri-Berg hier und recht einfach zu bewandern. Also gerade das richtige Programm für den Anfang. Auf dem Rückweg kam ich dann passend so in meinem Wohnheim an, dass ich das aufziehende Gewitter, den starken Regen und den Hagel (der bei einem alten Saab die Alarmanlage auslöste) von drinnen bewundern konnte. Es regnet hier übrigens häufiger - am Tag.

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Floyen by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Floyen by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Floyen by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Floyen by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Floyen by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Floyen by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Floyen by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Floyen by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Floyen by Kingsley's Ministry, on Flickr

Die letzten Tage ist es nun aber kälter und sehr wechselhaft geworden. Aber ich bin noch dabei, das Wetter zu ignorieren lernen. Die Norweger sind so ein unfassbar sportliches Volk, die gehen bei jedem Wetter joggen. Aber die Renne ja auch auf die Berge hoch oder zelebrieren einmal im Jahr den Seven-Mountain-Hike, bei dem sie alle sieben Berge, welche die Stadt einrahmen, an einem Tag belaufen.

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Bergen by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Bergen by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Bergen by Kingsley's Ministry, on Flickr

Das soll es fürs Erste gewesen sein. Ich habe noch sechs Berge nach, als wird es sicherlich noch mehr Fotos geben - zumal auch die Innenstadt sich förmlich anbietet, fotografiert zu werden.

Beste Grüße aus dem Norden!
Sören

PS: Ich würde mich über Rückmeldungen zu Kontrast, Helligkeit und Farbintensität freuen, weil ich mit meinem Notebook noch nie Bilder bearbeitet habe. Ich bin da noch etwas skeptisch, es müsste aber einigermaßen passen...
Viele Grüße, Sören

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Re: Bericht aus Bergen

Beitrag von steppenwolf » 18.08.2014 20:03:03

@Sören: Vielen Dank für deine Bilder aus Bergen, mach weiter so! Enjoy your time, thanx a lot! LG Detlef
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Re: Bericht aus Bergen

Beitrag von waldikraut » 18.08.2014 20:50:28

Schöne Eindrücke, danke dafür! Am besten gefällt mire das letzte Bild :-)
LG Tobi

Schaut doch mal auf meiner Facebookseite vorbei!
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Re: Bericht aus Bergen

Beitrag von Sören » 19.08.2014 10:03:31

Vielen Dank Euch beiden!
@Tobi: Wenn das Wetter mitspielt und ich Zeit habe, muss ich unbedingt noch ein paar weitere Fotos von der Innenstadt machen. Es sieht hier an wirklich vielen Ecken so aus, wie auf dem letzten Bild. Aber unnötigerweise geht nächste Woche schon die Uni los. :P
Viele Grüße, Sören

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Re: Bericht aus Bergen

Beitrag von Felipe Garcia » 19.08.2014 15:49:19

Welch ein wahnsinnsbericht mit wunderbaren Eindrücken - solche Berichte sind mir am liebsten :top:
Gerne immer mehr und mehr und mehr und mehr Bilder....!!!! Darüberhinaus: Genieß Dein Studium in dem wunderschönen Land Norwegen! Ich hofe du magst Lachs, der ist da besonders gut :D
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steppenwolf
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Re: Bericht aus Bergen

Beitrag von steppenwolf » 19.08.2014 18:45:57

@Sören, kleiner Nachtrag und nur ein Vorschlag: Einige der Bilder sind meiner Meinung nach aus einem zu nahen Abstand zum Objekt entstanden, was zur Folge hat das die Perspektive verzerrt wird und die Linien stürzen, ein Effekt, der zwangsläufig eintritt, wenn Objekte aus kurzer Distanz von unten oder von oben abgelichtet werden. In solchen Fällen wäre ein grösserer Abstand und Zoom besser, der eine möglichst waagerechte Kamerahaltung ermöglicht, was aber nicht immer möglich ist. Andererseits sind die stürzenden Linien ja auch durchaus mal erwünscht, ist letztlich zum einen Geschmackssache und zum anderen eine Option der kreativen Bildgestaltung! Nur so als Anregung! Habe eine gute Zeit, ich freue mich auf viele weitere Bilder von dir aus Bergen! Thanx! Detlef
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Re: Bericht aus Bergen

Beitrag von Moonraker » 19.08.2014 19:34:38

Moin Sören,
eine gute Zeit in Bergen, viel Spaß beim Auslandssemester und ich freue mich auf Deine weiteren Impressionen dieser offensichtlich sehr schönen Stadt (natürlich auch gerne mal von deren Flughafen :wink:). Klasse Bilder hast Du uns gezeigt :top:!
Gruß, Kay

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Re: Bericht aus Bergen

Beitrag von Sören » 20.08.2014 18:59:12

Vielen Dank für Eure netten Kommentare! :)
@Detlef: Da hast du sicher nicht ganz Unrecht. Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, weil einem andernfalls dauernd Menschen durchs Bild laufen. Aber ich bekomme am PC auch immer die Krise, wenn das alles so verzerrt erscheint. Ich will da mal das nächste Mal auf mehr Zoom achten.

Vielleicht werde ich noch diese Woche ein erstes Mal auf Erkundungstour zum Flughafen fahren. Aber wie alles hier, sind die Tickets für den Airportbus nicht ganz preiswert... Aber für die lange Frist stehen Atlantic Airways und der NAX Dreamliner aus JFK auf meiner Liste. Womma schauen, ob das Wetter und der Stundenplan das zulassen. Wetterberichte gelten hier eher nur für den Moment. ;)

VG Sören
Viele Grüße, Sören

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Re: Bericht aus Bergen

Beitrag von steppenwolf » 20.08.2014 19:54:39

Sören hat geschrieben:Vielen Dank für Eure netten Kommentare! :)
@Detlef: Da hast du sicher nicht ganz Unrecht. Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, weil einem andernfalls dauernd Menschen durchs Bild laufen. Aber ich bekomme am PC auch immer die Krise, wenn das alles so verzerrt erscheint. Ich will da mal das nächste Mal auf mehr Zoom achten.

Vielleicht werde ich noch diese Woche ein erstes Mal auf Erkundungstour zum Flughafen fahren. Aber wie alles hier, sind die Tickets für den Airportbus nicht ganz preiswert... Aber für die lange Frist stehen Atlantic Airways und der NAX Dreamliner aus JFK auf meiner Liste. Womma schauen, ob das Wetter und der Stundenplan das zulassen. Wetterberichte gelten hier eher nur für den Moment. ;)

VG Sören
@Sören: Bitte nehme dir meinen Kommentar als Vorschlag gemeint nicht zu sehr zu Herzen!!! Architekturphotographie hat ihre eigenen Regeln, und dafür muss man sich vor Ort sehr gut auskennen und vor allem sehr viel Zeit haben! Bitte entschuldige meinen insofern ziemlich blöden weil irgendwie überhobenen Kommentar, der hier an dieser Stelle überaus unangemessen war und ist!!! Ich freue mich an dieser Stelle auf alle weiteren Photos von dir, welche du uns zur Verfügung stellen möchtest! LG Detlef
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Re: Bericht aus Bergen

Beitrag von Sören » 21.08.2014 21:53:54

Alles gut, Detlef! Ich bin da nicht so empfindlich und immer offen für Kritik - zumal ich mir der Problematik bewusst bin. Gebäude stellen mich regelmäßig vor eine Herausforderung. ;) Noch drei schnelle Bilder von Sonnenuntergängen, weil ich es immer noch nicht fassen kann, dass ich so einen großartigen Ausblick von meinem Zimmer aus habe:

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Sunset by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Sunset by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Sunset by Kingsley's Ministry, on Flickr

Der Airport fiel/fällt Wetter- und Zeitbedingt diese Woche aus. Aber dafür stehen immerhin zwei Wanderungen an. :)

Viele Grüße von 60.39°N
Sören
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Re: Bericht aus Bergen

Beitrag von Sören » 14.09.2014 21:14:41

Aloha!

Es geht weiter. Ich hab es bisher noch nicht geschafft, mal wieder ein paar Bilder von der Stadt zu machen. Dafür hab ich ein paar Bilder von Wanderungen aus den letzten Wochen vorrätig.

Anstrengend aber schön war die Wanderung auf den nächsten Berg, den Løvstakken. Ich bezweifele ja, dass wir den richtigen Weg genommen haben, denn es ging teilweise ein mehr oder weniger ausgetrocknetes Flussbett steil bergauf. Zum Teil musste man fast schon klettern und es war wohl mit Abstand der „spannendste“ Pfad, den ich jemals gegangen bin (links von mir ging es einfach mal steil abwärts). Die Aussicht war dennoch großartig! Man sah die Innenstadt, die umliegende Landschaft samt Wasser, den Flughafen und: den nahenden Regen.

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Løvstakken by Kingsley's Ministry, on Flickr

Meine Hoffnung, dass wir auf dem Rückweg auf einen besseren Weg treffen würden, verflüchtigte sich schnell. Dank meiner Wanderstiefel (die sind aber auch wirklich großartig!) kam ich dennoch ganz gut durchs Gelände. Mal wars matschig, mal der kahle Fels und viel zu selten einfach mal der normale Waldboden. Mein leise Kritik an den örtlichen Gegebenheiten wurde mit einem „Du Stadtkind“ quittiert. Aber optisch ist das schon nett, wenn man zwischen moosbewachsenen Bäumen und an kleinen Bachläufen entlang tapert. Dennoch werde ich die Anschaffung eines Paragliders genauestens prüfen…

Da wir zum Teil richtig gutes Wetter hatten, machten wir das, was man halt so macht bei Sonnenschein in Bergen: Wandern. Das ist schon deswegen gut, weil das zu den Dingen gehört, die hier mal nichts kosten. Voller Elan ging es also auf den Ulriken, den Höchsten der sieben Berge hier, der sich mit seinen 643m direkt hinter meinem Wohnheim erhebt. Ich sehe ihn immer aus der Küche. Mal ist die Station oben in dichte Wolken gehüllt und die Seilbahn führt ins Nichts, während die Regenschwaden waagerecht am Berg vorbeiziehen. Mal ist beste Sicht und der Funkturm leuchtet abends in bunten Farben. Ich verzichte mal auf den üblichen Beschwerdeabsatz, wie anstrengend das wieder war. Aber für mich, der es nicht so mit dem Gleichgewicht und der Beweglichkeit hat, ist es nicht unbedingt ein Vergnügen, sich den Berg entlang von Flüssen, rutschigen Steinen und nacktem Fels hochzutasten. Die Aussicht von oben war dafür großartig, denn man sah nicht nur die Stadt, sondern auch das bergige Hinterland und in der Ferne schneebedeckte Berge…

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Mt. Ulriken by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Mt. Ulriken by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Mt. Ulriken by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Mt. Ulriken by Kingsle's Ministry, on Flickr

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Mt. Ulriken by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Mt. Ulriken by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Mt. Ulriken by Kingsley's Ministry, on Flickr

Zum Schluss noch ein paar Bilder von der letzten Wanderung auf den Stolzekeiven, meinen vierten Berg. Ich hatte zuvor vorsichtig nachgefragt, ob der Weg rauf ähnlich bescheiden ist, wie jene zum Ulriken. Es gibt eine Treppe, kam als Antwort. Treppe?! Bin ich dabei! 900 Stufen? Is mir Hupe! Tja, was soll ich sagen…es war verdammt nochmal furchtbar anstrengend, denn es war natürlich größtenteils eine Natursteintreppe. Die Norweger hat es dennoch nicht davon abgehalten, da hoch zu joggen. Immerhin waren sie genauso außer Atem wie ich. Die Aussicht war es dennoch wert, zumal man oben schön zwischen Seen herumwandern konnte. Pünktlich zum Sonnenuntergang kamen wir dann am Floyen an. Neben uns stand: Joey Kelly. Mitglied der Kelly Family und heute eher als (Extrem-)Sportler unterwegs – begleitet von einem Fernseh-Team. Wir wandern also die gleichen Berge hoch. Macht mich das nun auch zum Extremsportler? Man weiß es nicht – obwohl ich Richtung ja tendiere…

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Sandviksfjellet by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Sandviksfjellet by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Sandviksfjellet by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Sunset at Fløyen by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Sunset at Fløyen by Kingsley's Ministry, on Flickr

Bald folgen weitere Bilder von einer Fjordtour und, das ist ja fast noch wichtiger, die Fotos vom Airport. Ich kämpfe gerade noch ein wenig mit dem Notebookdisplay, aber nächste Woche sollte es soweit sein. Stay tuned! ;)

Viele Grüße
Sören
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Re: Bericht aus Bergen

Beitrag von Moonraker » 14.09.2014 23:05:58

Was für eine Naturschönheit in den Bergen um Bergen Bild :wink:. Weiterhin ein wirklich toller Bericht, freue mich auf die Fortsetzung.
Gruß, Kay

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Re: Bericht aus Bergen

Beitrag von Felipe Garcia » 17.09.2014 17:16:18

Was eine schöne Landschaft, wie man sie aus Norwegen kennt! Einfach ein Topbericht aus deinem Halbjahresaufenthalt in Bergen - im Land in dem man zu Captain Knauserich wird :D
Hab weiterhin eine schöne Zeit und auf weitere Bericht - auch aus der Uni freue ich mich sehr! :top:
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Re: Bericht aus Bergen

Beitrag von Sören » 19.09.2014 12:47:51

Vielen Dank Euch beiden für Eure netten Worte! :) Ich hab schon Nachschub...aber der wird erst rausgehauen, wenn wenn der Regen hier das Zepter übernimmt. ;)
Felipe, wenn Interesse besteht, kann ich bei Zeiten gerne auch hier einen entsprechenden Beitrag über meine Uni posten. Das steht an und für sich sowieso auf meiner Liste. Genieße du mal erst mal deinen Urlaub in den Staaten, bin gespannt, was du davon zu berichten hast!

Meine Bilder vom Airport sind nun übrigens da: viewtopic.php?f=12&p=135480

Viele Grüße
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Re: Bericht aus Bergen

Beitrag von Sören » 23.10.2014 11:37:49

Es ist Zeit für das nächste Fotobombardement aus Norwegen! Wie beim letzten Mal schon angekündigt, gibt es unter anderem Bilder von zwei Fjordtouren zu sehen. So viel zu sagen gibts dazu eigentlich nicht, aber es war aber ein sehr schöner Ausflug. Nur die Rückfahrt, die wie der Hinweg vier Stunden dauerte, war dann bisweilen etwas zäh. Wir hatten uns aber der Animation, die der gepflegten Abendunterhaltung eines AI-Hotels durchaus Konkurrenz macht, entzogen und auf das Quiz im Schiffsinneren verzichtet. Schön war aber, dass man auch so immer wieder Studierende traf, die man aus Vorlesungen, dem Norskkurs oder dem Wohnheim kennt.

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Student Fjordtour to Modalen by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Student Fjordtour to Modalen by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Student Fjordtour to Modalen by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Student Fjordtour to Modalen by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Student Fjordtour to Modalen by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Student Fjordtour to Modalen by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Student Fjordtour to Modalen by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Student Fjordtour to Modalen by Kingsley's Ministry, on Flickr

Nun kam an anderer Stelle noch die Nachfrage nach mehr Bildern von der Innenstadt. Mitte September war das Wetter für einige Tage ausgezeichnet und so machte ich mich eines Nachmittags ins Zentrum auf. Das Laub verfärbte sich zwar schon langsam, aber es war noch recht mild und bei sonnigem Wetter sehen die vielen bunten Holzhäuser hier einfach noch viel besser aus.

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Bergen by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Bergen by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Bergen by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Bergen by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Bergen by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Bergen by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Bergen by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Bergen by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Bergen by Kingsley's Ministry, on Flickr

Es gibt relativ viele Flugbewegungen hier und fliegt einem auch in so manches Sonnenuntergangsbild ein Flugzeug.

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Løvstakken by Kingsley's Ministry, on Flickr

Bis Mitte September konnte ich auch noch schöne Sonnenuntergänge von meinem Zimmer beobachten. Mittlerweile hat sich aber nicht nur das typische Regenwetter in Bergen festgesetzt, die Tage werden auch kürzer. Der Sonnenuntergang findet also hinter den Bergen statt.

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Sunset behind Lyderhorn by Kingsley's Ministry, on Flickr

Höchste Zeit für uns also, mal zu schauen, wie es eigentlich hinter diesem Berg, dem Lyderhorn aussieht. Lange (sehr lange) wähnte ich mich in Sicherheit und freute mich über diesen äußerst schönen Herbstspaziergang. Anfangs war die Straße asphaltiert, später wurde es eher ein Trampelpfad, doch anders als sonst, teilte sich die Gruppe, sodass ich nicht allein das Schlusslicht bildete. Kurz vor der Spitze begrüßte mich schließlich doch wieder ein alter Bekannter: der nackte Fels! Wie ich es hasse, wenn eine Wanderung wieder zur Klettertour wird! Der Blick war dennoch großartig und die Sicht ausgezeichnet. Unten macht mich das schon manchmal unruhig, dass man nirgendwo richtig in die Ferne kucken kann, weil man immer einen Berg vor der Nase hat. Oben sieht man erst, wie gewaltig das Hinterland wirklich ist und wie sich die Berge hier aneinander reihen.

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Lyderhorn by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Lyderhorn by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Lyderhorn by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Lyderhorn by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Lyderhorn by Kingsley's Ministry, on Flickr

Am nächsten Tag begann meine "Studyweek". Ich musste also nicht zum Norwegischkurs gehen, sondern selbstständig die Dinge wiederholen, die wir bis dahin gelernt hatten. Eine schöne Idee, wie ich finde. Ich bin stattdessen aber lieber um den Stausee hinter meinem Wohnheim gelaufen. Die Sonne muss ausgenutzt werden!

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Svartediket by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Svartediket by Kingsley's Ministry, on Flickr

Nachdem die erste Fjordtour im September ein großer Erfolg war, wurde für uns noch eine zweite Fahrt organisiert. Allerdings hat es wohl schon einen Grund, warum die zahlreichen kommerziellen Fjordtouren nur bis spätestens Ende September stattfinden. Das Wetter ist im Herbst nicht mehr so bombig. Schon auf dem Hinweg zum Hafen sprengte mein Bus eine große Wasserfontäne auf den Gehweg. Zum Glück (oder leider?) lief dort niemand. Rechtzeitiges Erscheinen und die Erfahrungen eines Kumpels als ehemaliges Schulbuskind sicherten uns gute Fensterplätze an Bord des Katamarans – zum Fotografieren und draußen stehen war das Wetter eh kaum geeignet. Kurz nach unserer Ankunft in Rosendal setzte dann noch der Regen wieder ein und der Wind schob dicke Wolken landeinwärts. Ein bisschen was ist dennoch dabei herumgekommen:

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Rosendal by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Rosendal by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Rosendal by Kingsley's Ministry, on Flickr

Vergangene Woche hatten wir dann doch nochmal fünf (!) Sonnentage in Folge. Allerdings bedeutet das nicht, dass man auf festes Schuhwerk bei Spaziergängen in der näheren Umgebung verzichten sollte. So verließen wir diese Woche spontan die befestigten Wege und landeten im feucht-matschigen Moos. Die Norweger haben wirklich eine andere Auffassung von einem Wanderweg. Ich hatte derweil nicht nur meine Wanderstiefel an, sondern auch gleichzeitig einen Riesenspaß, denn die Gesichtsausdrücke von meinen Mit-Bremern waren unbezahlbar. Wie sie langsam nasse Füße bekamen war zwar sicherlich nicht schön, aber zum ersten Mal war nicht ich derjenige, der sich über den Pfad beschwert.

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Svartediket by Kingsley's Ministry, on Flickr

Am Donnerstag entschieden wir uns spontan für einen abendlichen Spaziergang zum Fløyen. Ich wollte sowieso immer noch ein Bild von Bergen im Dunklen machen und da am Dienstag das Nordlicht in Bergen sichtbar war (wir es aber alle verpasst haben), hatten wir die leichte Hoffnung, dass sich der Himmel erneut grün färben würde. Daraus wurde leider nix, doch der abendliche Ausflug war dennoch großartig, auch wenn ich mit meinem kleinen Stativ zu kämpfen hatte. Aber egal. Der Ausblick war der Hammer, einfach wunderschön.

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Ulriken by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Fløyen by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Ulriken by Kingsley's Ministry, on Flickr

Mein Versuchsaufbau:

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Sunset behind Lyderhorn by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Bergen at night by Kingsley's Ministry, on Flickr

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Good night, Bergen! by Kingsley's Ministry, on Flickr

Es war eine großartige Stimmung. Das rote Band verschwand langsam und die Straßen und Gassen der Stadt strahlten unter dem dunklen Nachthimmel. Mit diesem Ausblick auf mein wunderschönes Exil, will ich es fürs Erste belassen. Ich hoffe, auch diese Eindrücke aus Bergen gefallen Euch!

Viele Grüße
Sören
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Re: Bericht aus Bergen

Beitrag von DC1030 » 23.10.2014 14:59:23

Wahnsinns-Bilder :shock: :top:
Gruß, Thomas

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Re: Bericht aus Bergen

Beitrag von Sören » 25.10.2014 11:08:06

Danke Dir, Thomas! Ist einfach eine wahnsinnig schöne Gegend hier. :)
Viele Grüße, Sören

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Re: Bericht aus Bergen

Beitrag von Felipe Garcia » 25.10.2014 11:39:58

Ein Traum einer Bilderflut! Auch wenn Bergen quasi "um die Ecke" (in Relation zu Maritius, den Seychellen, irgendwelchen Karibikinseln oder weiter entfernten Orten) und im höheren Norden liegt bekommt man doch ein größeres Fernweh (hätte beinahe Fernsehen geschrieben) bei diesen grandiosen Postkartenmotiven! Das schöne bei Deinen Berichten ist, man bekommt immer lust diese Orte - sofern man sie noch nicht gesehen hat - sofort aufzusuchen und zu ergründen!
Bis hierhin einfach ein grandioser Bericht Deines Auslandssemesters - ich hoffe in der Uni läuft es äquivalent hierzu?

Dann erledige ich alles in einem Abwasch: Alles hier geschriebene gilt selbstverständlich auch für deine Bilder aus Flesland!

Zum Abschluss: Ich hoffe auf noch mehr aus diesen grandiosen Kino!! :mrgreen: :top:

P.s. da wo Thomas kommentiert bin ich - selbstredend - nicht weit :mrgreen:
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Re: Bericht aus Bergen

Beitrag von Sören » 02.11.2014 12:24:05

Danke für deine netten Worte, Felipe! Mittlerweile muss ich mich mehr der Uni widmen, denn die Klausurenzeit naht. Außerdem regnet es seit einiger Zeit übertrieben viel... Ein bisschen was zu meiner Uni kannst du nun aber in meinem Auslandsblog lesen. Da ist seit Freitag ein neuer Beitrag. Ein paar Dinge sind hier ja doch anders, als man es von zu Hause kennt. Allein das fehlende Klopfen am Ende der Veranstaltungen irritiert mich auch nach über zwei Monaten immer noch.

Fototechnisch setze ich jetzt stark auf die Weihnachtszeit und meinen Ausflug in den Norden Norwegens. ;)

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Re: Bericht aus Bergen

Beitrag von steppenwolf » 07.11.2014 20:03:43

Hallo Sören, ich habe heute nach langem mal wieder hier reingeschaut. Deine Bilder sind atemberaubend, hier und da verschlägt es mir schlichtweg die Sprache! Ich bin eigentlich ein Sonnenkind und ein Freund warmer Temperaturen, aber angesichts deiner Bilder überfällt mich gerade eine Riesenlust im Regen bei kalten Temperaturen in den Bergen zu wandern! :D Vielen lieben Dank dafür das du deine Photos hier mit uns teilst! :top: Freue mich auf mehr! Geniesse deine Zeit! LG Detlef
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Re: Bericht aus Bergen

Beitrag von Sören » 11.01.2015 17:57:32

Mit einiger Verzögerung kommt nun der letzte Teil. Los geht es aber mit einigen Bildern aus dem Flugzeug. Mitte November musste ich spontan zurück nach Hause für ein paar Tage. Dank der SAS-Jugendtickets war das sogar noch für 196 Euro zu haben - zwei Tage vor Abflug. Nachdem die vorherigen Tage recht regnerisch waren, schien dieser Montagmorgen ausgezeichnet zu werden. Es war kalt, aber klar. Am Flughafen angekommen hatte ich dann zum ersten Mal das Vergnügen mit den Self-Check-In-Automaten. Ich habs dann aber doch noch hinbekommen. Die Sicherheitskontrolle konnte ich dieses Mal unbeschadet passieren - ebenso wie meine Kamera. Auch wenn die Sicherheitsmenschen die Tasche ordentlich geschüttelt haben...

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Die Wartezeit verging fix, sodass schließlich das Boarding für meinen SAS-Flug nach Kopenhagen begann. Ich hab ja schon gehört, dass die Skandinavier gerne in Schlangen anstehen und so war ich erstaunt (wenn man es mal mit so manchem Urlaubsflug gen Süden vergleicht), wie zivilisiert doch so ein Boarding vonstattengehen kann. Niemand drängelte sich vor oder rückte mir aus Eile auf die Pelle. Andererseits war der Flug auch nicht ausgebucht, sodass ich an Bord ordentlich Platz hatte. Großartig war dabei, dass die Airbusflotte, anders als die 737, über Overhead-Displays verfügt. Hier im A321 wurden nicht nur die Sicherheitsanweisungen gezeigt, sondern auch während des ganzen Fluges die Bilder der Bugkamera übertragen. Das war gerade im Anflug auf CPH sehr spannend zu sehen.

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Taxiing to the runway @BGO

Nach dem Start auf der 17 hatte ich nochmal einen großartigen Blick auf den Flughafen und das Umland von Bergen.

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Bergen Lufthavn

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Leaving Bergen

Je näher wir an Kopenhagen kamen, desto mehr zog es zu. Dabei habe ich schon so schöne Bilder aus dem CPH-Approach gesehen. Naja, ein anderes Mal. ;)

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enroute to Copenhagen

Überpünktlich waren wir am Gate. Auf dem Weg dorthin gabs noch ein schnelles Bild von einer schicken Blue1 Boeing 717. Viel Zeit blieb dennoch nicht, denn mir blieben nur 50 Minuten zum Umsteigen und mein Gate für den Weiterflug nach Hamburg war selbst eine halbe Weltreise vom Terminal B entfernt. Dabei war ich allerdings überrascht von diesem netten Airport. Es wirkte alles recht neu - insbesondere der hintere Teil des Terminal A.

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Blue1 - B712 - OH-BLG (1) by amluhfivegolf, on Flickr

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Das Boarding ging ein wenig verspätet los - bei dem kurzen Flug nach Hamburg aber nicht der Rede wert. Zumal man ganz entspannt übers Vorfeld laufen konnte.

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Boarding for Hamburg

Und nun kommt es, mein Plädoyer für die SAS CRJs! ;) Nachdem ich im Sommer recht eingepfercht in einer B717 saß, war ich überrascht, wieviel Platz ich doch in diesem Regionaljet hatte. Hinzu kam aber auch, dass die Maschine nur zu etwa 50% ausgelastet war. Den hinteren Teil hatte ich somit für mich alleine, denn ich saß auf Platz 23A - dem womöglich besten Platz an Bord (wenn wir mal von der Premiumloge mit Frontalausblick absehen). Beim Pushback gabs sogar noch diese SAS ATR zu sehen...

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Cabin view

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SAS - AT72 - OY-JZA (1) by amluhfivegolf, on Flickr

Der Kapitän begrüßte uns dann so, wie ich das aus meinen Pauschalbombern gewöhnt bin. Es gab Infos zur Startbahn (04R), zur Flugroute und zum Wetter in Hamburg. Immer noch ein wenig ungewohnt sind für mich dagegen die fehlenden Displays in der Kabine. Andererseits brauche ich die für einen 40 minütigen Flug auch nicht unbedingt...

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Liftoff over CPH

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enroute to Hamburg

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Northern Germany

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Final Approach RWY15 @HAM

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Ha det bra!

Es war schon ein wenig komisch wieder zurück in Deutschland zu sein - quasi in der "realen" Welt. Nach einigen Monaten in Norwegen gewöhnt man sich schnell an diese Heile-Welt-Atmosphäre. In Bergen konnte mich nur die mangelnde Sauberkeit von der Küche schockieren - während in Deutschland plötzlich so gruselige Dinge wie Pegida aufgetaucht sind und zu realen Problemen wurden.

So schnell, wie ich gekommen war, so schnell ging es auch wieder zurück nach Bergen. Diesmal mit der neuen SAS-Verbindung über Oslo.

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737 Throttles

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Take-off RWY33 @HAM

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Descending into OSL

In Oslo musste ich dann mein Gepäck entgegen nehmen und nochmal neu abgeben. Ein Grund, warum ich Kopenhagen oder Stockholm für Flüge nach Norwegen bevorzugen würde. Es ging aber auch einigermaßen fix und so blieb noch ein wenig Zeit für ein paar Nachtaufnahmen - dazu setzte leichter Schneefall ein.

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SAS - B738 - LN-RPM by amluhfivegolf, on Flickr

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SAS - B738 - LN-RRU by amluhfivegolf, on Flickr

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SAS - B737 by amluhfivegolf, on Flickr

Die Boeing 737-800 für die kurze Strecke nach BGO war dann komplett ausgebucht. Vor allem Geschäftsleute waren an diesem Donnerstagabend an Board. Zu meiner großen Freude, wurde dann beim Deboarding auch der hintere Ausgang geöffnet, sodass ich ein kurzer Vorfeldspaziergang drin war. Da konnte ich ganz ungehindert noch ein bisschen herumknipsen.

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Deboarding @ BGO

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Deboarding via the apron in Bergen

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Deboarding

Als ich dann mit dem Bus zurück in die Stadt fuhr, war das ein wenig, als käme ich nach Hause. Aber wie kann man sich auch nicht heimisch fühlen, wenn man täglich so einen Sonnenuntergang aus dem Zimmer sehen kann?! ;)

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Sunset

Die folgenden Tage hatte ich noch ein paar Freunde zu Besuch, mit denen natürlich sämtliche touristischen Aktivitäten abgerissen werden mussten, die Bergen so im Winter bietet. Mein Bespaßungsprogramm lief auf Hochtouren und glücklicherweise hatten wir sogar einen sonnigen Tag. Schön wars, aber es dauert ja auch ne Weile, bis man die Städter die Berge hochgetrieben hat - auch wenn es nur der Fløyen (aka Touriberg) war. Immerhin hatte ich die anspruchsvollste Strecke ausgesucht, damit sie auch schön müde werden.

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Sunset

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Bergen City at night

Deutlich gemütlicher was es dagegen in der Pepperkakeby - einer ganzen Stadt aus Lebkuchen! Nur hungrig sollte man nicht sein, wenn man hingeht. Jedes Jahr backen und basteln zahlreiche Kindergärten, Schulen und auch Austauschstudenten Lebkuchenhäuser für diese Austellung - deren Eintritt sogar für den guten Zweck gespendet wird. Es war wirklich beeindruckend, die vielen Häuser zu sehen, alles hübsch dekoriert mit Lichterketten und Modelleisenbahnen, die zwischendurch fuhren.

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Pepperkakebyen i Bergen

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Pepperkakebyen i Bergen

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Pepperkakebyen i Bergen

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Pepperkakebyen i Bergen

Dann wurde es plötzlich wahnsinnig schnell Dezember und mein Abenteuer in Norwegen neigte sich langsam dem Ende zu. Dementsprechend gab es schon die ersten Abschiede, weil einige mit ihren Klausuren durch waren. Für andere hatte die Klausurenzeit derweil erst begonnen. Damit niemand verhungert, gab es die zwei Wochen das Mittagessen im Student Center 50% günstiger. Da sagte man nicht nein – auch wenn es natürlich kein Vergleich zu meiner heimischen „Mensa des Jahres 2007“ war. Mein Take-Home-Exam ging mir dennoch nicht leichter von der Hand, schon weil die Fragestellung so furchtbar langweilig war. So widmete ich mich eine Woche lang den Regierungssystem der nordischen Länder (Anm. d. Red.: Wir erinnern uns: Nordics= DK, SE, NO, FI und IS; Skandinavien= DK, NO, SE). Nach dem Schreibtischarrest der letzten Tage, bin ich dann an einem trockenen Abend noch schnell ins Zentrum für ein paar Nachaufnahmen gefahren. Nee, wat war dat schön da, wa?!

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Christmas time in Bergen

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Christmas time in Bergen

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Christmas time in Bergen

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Christmas time in Bergen

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Christmas time in Bergen

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Christmas time in Bergen

Mitte Dezember flog ich dann zurück nach Hamburg. Ich hatte eine großartige Zeit in Bergen, die leider viel zu schnell vorbei ging - dafür allerdings mit einem wundervollen Ende: Einer Reise nach Tromsø und Trondheim. Der Bericht dazu ist so gut wie fertig und wird hier auch in Kürze erscheinen. Dann gibts auch einige Bilder vom Nordlicht...

Viele Grüße
Sören
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Re: Bericht aus Bergen

Beitrag von BlaqueBeat » 11.01.2015 20:34:44

Hi Sören,

vielen Dank, dass Du uns an Deiner Erfahrung teilhaben lässt! :top:

Ich finde den Bericht von Anfang bis Ende super!! Gut geschrieben und mit schönen Fotos bestückt!

Gruß
Sebastian

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Re: Bericht aus Bergen

Beitrag von Sören » 12.01.2015 19:03:53

Das freut mich, Sebastian! Ich war ja vor meinem Auslandssemester noch nie so weit oben im Norden - bin aber einfach schwer begeistert von diesem Land. Das International Office meiner Uni in Bremen hielt uns an, als Botschafter für die Uni Bremen ins Auslands zu reisen. Letztlich erzähle ich aber lieber hier allen, wie schön das da in Norwegen ist... ;)

Viele Grüße
Sören
Viele Grüße, Sören

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